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Endemittekocht: Anne von Annabelle sagt

Gegessen wird immer, aber wie? Und wie sah Essen eigentlich aus, bevor wir es 30 Minuten sorgfältig für Instagram inszenierten und dann im Anschluss kalt aßen? In der Kolumne Endemittekocht dokumentieren EMZ-Leser, was bei ihnen Abends auf den Tisch kommt, und schreiben auf, warum. Heute: Bloggerin Anne von Annabelle sagt.

Montag

Endemitteisst Anne

Ist der Milchreis-Montag schon trending topic? Zum Montagabend freue ich mich immer darauf, wenn ich nach einer Stunde Pilates noch eine Schüssel Milchreis essen kann. Selbstgekocht mit Reis und Milch, klar. Verfeinert mit Vanillezucker, einer abgeriebenen Orangen-Schale und Butter. Köstlich! Sogar die Pilates-Mädchen fragen schon danach: „Na, heute wieder Milchreis?“.

Welchen Stellenwert hat Essen in deinem Leben? 

Essen ist toll! I love you! Beim Essen passieren doch die besten Geschichten. Man unterhält sich, lacht, erzählt von den letzten Tagen, teilt diesen intimen Moment und flüstert sich heimlich zu, wenn man noch ein paar Krümeln am Mund hat. Egal, ob ein langes Frühstück, ein gutes Mittagessen bei Oma, eine Kuchenrunde im Lieblingscafé oder einen Wein zum Dinner – oder auch nur ein Eis. Essen geht immer.

Dienstag

Endemitteisst Dienstag

Nach einem langen Tag und mit kalten Händen Zuhause angekommen, freue ich mich abends dann doch manchmal auf eine warme Küche, einen guten Wein, selbstgemachten Salat mit Dressing (Öl, Balsamico-Essig, Agavendicksaft und Kräuter) und ein Lachs-Sahne-Gratin. Wenn alles auf dem Tisch steht, kann der Besuch auch endlich kommen… Nicht im Bild: Leere Teller und dicke Bäuche.


Was ist dir beim Essen und Einkaufen besonders wichtig? Ich mag es überhaupt nicht, wenn ich zweimal nacheinander das gleiche Essen essen soll. Reste gebe ich deswegen immer gern weiter. Beim Einkaufen achte ich darauf, dass ich immer die Märkte wechsele. Frisches Obst und Gemüse hole ich meistens vom Markt. Ich liebe Einkaufen – also gebt mir bitte etwas Zeit. P.S.: Zum Einkaufen nehme ich immer meine eigene Einkaufstüte mit. Pro Umwelt!

Was war das aufwändigste Gericht deines Lebens? 
Ich erinnere mich da an diesen einen Herbstauflauf mit Kürbis, Pastinaken, Süßkartoffeln, Möhren, Frühlingszwiebeln und Tomatensauce – irgendwie mussten alle Zutaten einzeln vorgegart werden bevor sie in der Pfanne landeten. Kürbis und Kartoffeln schälen – BUUUH! Irgendwann probiere ich mich aber auch wie mein Vorgänger Martin an einem Entenbraten.

Mittwoch

Endemitteisst Mitwoch

Was ich wirklich gar nicht mag: Schnitten zum Abendbrot. Gefühlt gab es das zu Schulzeiten jeden Tag. Zum Mittwoch darf es aber dann doch mal schnell gehen mit einem Avocado-Toast. Das ist die „geile“ Version von Schnitten. Aber nur Avocado? Langweilig. Pimp it mit einem Spiegelei und Tomaten. Lustig: Bis vor einem Jahr mochte ich Avocados nicht mal. „Hast du es mal probiert?“ „Nein…“ „Und?“ „Schmeckt ja doch ganz gut“. Kopfschütteln seitens meiner Freunde.

Was trinkst du zum Essen? Tee, Leitungswasser oder gut gekühlten Weißwein.

Was isst du, wenn es schnell gehen muss? 
Schnell? Am liebsten lasse ich mir natürlich beim Kochen Zeit. Aber, wenn es sein muss, bin ich die schnellste Eierkuchen-Bäckerin der Welt. Eierkuchen sind geil! (mit Joghurt, Früchten, Nutella oder Zimt und Zucker)

Donnerstag

donnerstag
An diesem Donnerstag haben wir uns vorgenommen die neue Weinbar „renkli“ am Anfang der Südvorstadt zu besuchen und auszuprobieren. Schon beim Betreten werden wir nach einem Glas Wein gefragt. „Ähh, ja!“ – wir dürfen uns einen Abend lang gefühlt durch die Wein- und Speisekarte probieren. Ich entscheide mich für die Ofenkartoffeln mit Sour Cream, Minzjoghurt und Tomatensalat. Geil! Dazu noch ein Gläschen Champagner. Mehr braucht es gar nicht als Bar-Food. Nebenan duftet die renkli-Pizza. „Das war die beste Pizza, die ich seit langem gegessen habe“. Jetzt fehlt nur noch ein Nachtisch… bringt uns jemand ein Eis?

Wie oft gehst du auswärts essen und hast du ein Lieblingsrestaurant? 
Es wird gemunkelt, dass ich heimlich immer fremdes Essen fotografiere. Von meinen Freunden ernte ich dagegen immer den Satz: „Du gehst aber ganz schön oft essen“. Vielleicht lande ich zwei, drei, vier, fünfmal in einer Woche auswärts zum Essen. Sonntags im deli (Sojasteak-Burger forever!), Nudeln bei Alfredo und für gute Hausmannskost besuche ich gern das „meins“ in Plagwitz. Aber es gibt viel zu viel zu entdecken, um immer wieder die gleichen Restaurants auszutesten…

Freitag

Endemitteisst Freitag

Hot Dog-Party! Da kann IKEA einpacken… Hot Dogs mit Avocado, Sauerkraut, Röstzwiebeln und Herbstsalat. Feier ich!

Was war dein Lieblingsessen als Kind? 
Nudeln gehen schon immer. Mein Lieblingsessen als Kind sowie auch heute: Nudeln mit Jagdwurst, Tomatensauce und ganz wichtig: Käse. Ganz einfach. Meine Oma sagte schon früher: „Irgendwann wirst du noch zur Nudel“.

Was magst du gar nicht? 
Rosinen, Marzipan und Linsen! Iiiiieks!

Mittags warm und abends kalt oder andersrum? 
Lieber kein Mittag dafür aber Kuchen zum Nachmittag. Abends gern warm.

Wo isst du am liebsten, am Tisch oder auf dem Sofa? 
Immer am Tisch. Auf dem Bett zu essen, ging immer schief. Oh, jetzt klebt Nutella am Kissen…

Samstag

Endemitteisst Samstag

„Drapier dein Essen aber bitte nicht stundenlang“ – das passiert aber immer ganz automatisch. Mittlerweile wissen auch alle Bescheid, dass zuerst immer ein Foto vor dem Essen gemacht wird. Zur Erinnerung. An diesen Samstag erinnere ich mich besonders gern. Nach einer Fahrt mit dem ICE nach Berlin empfängt man mich am besten so:  Mit einem Teller SojaBolo á la Jagdgewehr (Immer mit einer Geheimzutat: Diesmal mit karamellisierten Walnüssen). Ich habe auch nichts angerichtet – ich schwöre. Das lag schon alles so… P.S.: Zu jedem veganen Teller Nudeln gehört Streuselkäse. Hihi!

Hast du ein Standard-Gericht, wenn Eltern oder Freunde zu Besuch kommen? 
Meine Freunde würden alle sofort sagen: Hutschenreuter Nudeln! Was zwar unsexy klingt, schmeckt ziemlich geil. Spaghetti mit Tomatensauce nach Rezept von meinem Papa. Wobei ich bis heute die Sauce nicht so hinbekomme wie er. (Grundzutat: Ketchup) Für meine Mädchengang koche ich am liebsten Spaghetti mit SojaBolo á la Jagdgewehr. Ein Rezept von meinen Lieblingsfoodies Zucker & Jagdwurst.

Sonntag

Endemitteisst Samstag

Sonntag ist Pancake-Tag! Sonntags in Berlin klappern schon früh die ersten Schüsseln und Mädchenkichern dringt durch die Küche. Zucker&Jagdwurst sind im Einsatz! Magische zweifarbige Pancakes werden gebacken und vor der Kamera arrangiert. Das Beste daran: Wir dürfen, wenn alle Fotos im Kasten sind, immer alles aufessen und unsere Meinung abgeben. Was zum Pancake-Sonntag nicht fehlen darf: Kaffee, Streuseln, vegane Sahne, Früchte und die Mädchen an einem Tisch. „Dürfen wir schon? Oder macht ihr noch Fotos?“ Auf die Pancakes, fertig, los.


Erinnerst du dich, wann du zum ersten Mal für dich selbst gekocht hast und wer dir das Kochen beigebracht hat?
Schon immer stand ich neben Oma und habe ihr beim Kochen zugesehen. Wie schneidet man Pflaumen für einen Kuchen ein, wie dickt man Saucen an, wie schält man Kartoffeln, wie klopft man Schnitzel, wie rührt man einen Teig, welche Kräuter passen zum Salat, wie nascht man unauffällig… Oma ist die beste Köchin der ganzen Welt. Manchmal rufe ich noch an und frage wie ich die Kürbissuppe noch retten kann: „Oma, da ist zu viel Salz in der Suppe“. „Dann leg eine Kartoffel in die Suppe“. Hach! Zum ersten Mal habe ich als ich alleine Zuhause war „Würstchen im Schlafrock“ für mich „gekocht“. Klasse Rezept!

Wer soll diesen Fragenbogen als nächstes ausfüllen?

Mich würde interessieren, was die beiden Hochzeitsfotografen Julia und Gil unter der Woche essen, denn ich habe auf Snapchat festgestellt, dass wir sehr ähnliche Essgewohnheiten haben bzw. uns schon oft beim Essengehen über den Weg gelaufen sind. Vielleicht kenne ich ja den ein oder anderen Tipp noch gar nicht… Raus damit!

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