Serienjunkies
Kommentare 5

Der große Endemittezwanzig Serienguide: Frühjahr Edition

Serienguide

Welche Serie wird es dieses Frühjahr sein, die Euch die trägen Abende auf dem Sofa versüßt? Darf es eine Zeitreise zurück in die 80er sein, als Föhnwelle und Polyester noch vollkommen d’accord waren? Oder lieber noch weiter zurück, in den Wilden Westen, wo Recht und Ordnung noch mit Hilfe von Colt und Fäusten durchgesetzt werden? Wem das immer noch zu modern ist, kann sich durch alle Ehe von Henry VIII zappen. Zeit für eine neue Ausgabe des EMZ Serienguide!

Red Oaks

Das Amazon mehr zu bieten hat als nur rund um die Uhr Online-Shopping, beweist der Konzern mit der Armada an Serien, die er in den letzten Jahren produziert hat. Besonders gut gefallen hat mir die 10-teilige Coming-of-Age Serie Red Oaks. Hauptfigur David Meyers arbeitet während der Sommerferien als Tennis-Coach in einem schicken Country Club und wird nicht nur mit seiner eigenen beginnenden  Adoleszenz konfrontiert, sondern auch mit allem was die 80er zu bieten haben: Cheesy Musik, Aerobic, Koks und fetzige Outfits. Macht gute Laune!

Deadwood

Ein Oldie ist diese HBO-Serie, die letzte und dritte Staffel lief bereits 2006. Ich habe die Serie durch Zufall einige Jahre später in der Uni-Bibliothek entdeckt und daraufhin drei Staffeln in Rekordgeschwindigkeit weggeschaut. Die Serie spielt in den 1870er Jahren während des Goldrushs in South Dakota und hat mich durch ihre ziemlich kompromisslose Darstellung überzeugt: Alles ist dreckig, die Sprache derbe, der Umgang rauh. Und sehr viel anders wird es wohl auch nicht zugegangen sein, wenn Recht und Ordnung tausende von Kilometern entfernt sind und die Gier nach Gold zum Verhängnis wird.

The Girlfriend Experience

Diese Serie basiert auf dem gleichnamigen Steven Soderbergh Film von 2009 und trägt eindeutig seine Handschrift: Die minimalistischen und sorgfältig komponierten Kulissen, das reduzierte Spiel der Darsteller. The Girlfriend Experience dreht sich vor allem um Sex. Eine junge Jura-Studentin arbeitet neben ihrem Studium noch als Edel-Prostiuierte. Im Vordergrund steht allerdings weniger der Sex an sich als die Fragen, die er aufwirft: Warum arbeitet die junge Studentin als Prostituierte? Warum bezahlen sie ihre Klienten für ihre Verdienste? Ist Prostitution moralisch falsch? Darf eine Frau gerne Prostituierte sein?

The Night Manager

Noch nicht gesehen, aber seit dem ersten Trailer hin und weg. Everybody’s Darling Tom Hiddleston  spielt in der 6-teiligen BBC-Serie einen Agenten, der vom britischen Geheimdienst auf einen Waffenhändler angesetzt wird. Der Trailer ist schon mal ziemlich bombastisch und verspricht eine ganze Menge: Action, Explosionen, Drama, Intrigen und Sex.

Master of None

Master of None hatte ich lange Zeit als „interessiert mich nicht“ abgeschrieben, als ich an Heiligabend aber zufällig die erste Episode anschaut, war ich begeistert. Aziz Ansar (für mich immer Tom Haverford aus Parks and Recreation) hat eine ziemlich intelligente Serie über die Komplikationen zwischenmenschlicher Beziehungen geschrieben. Besonders gefallen hat mir, wie er die Eltern-Kind Beziehung erforscht hat, weil wir uns da alle wiedererkennen. Sehr empfehlenswert!

The Tudors

Ebenfalls ein Oldie aber Goldie ist die Serie The Tudors. Vier Staffeln lang begleiten wir Henry VIII. durch seine turbulenten Ehen, Kriege und höfische Intrigen. Ein Muss für alle Geschichte-Nerds, denn die Ausstattung und Kostüme sind wunderbar anzuschauen. Außerdem macht die Serie hochgradig süchtig, ein bisschen wie Gossip Girl – nur eben im Mittelalter.

5 Kommentare

  1. The Night Manager unbedingt anschauen, ist wirklich toll 🙂 Danke auch für die anderen Tipps. Deadwood und Die Tudors kenne ich vom Namen her, die anderen sagten mir gar nichts und heute habe ich gegrübelt, was ich als nächstes schauen soll… „Red Oaks“ werde ich mir mal ansehen 🙂

  2. Pingback: Durchgeklickt: Die besten Blogbeiträge im Mai – Frau Margarete

  3. The Tudors ist für mich immer noch die beste Historienserie, die ich bisher gesehen habe. Finde es wirklich toll, dass sie da viele Kleider sogar nachgeschneidert haben und vor allem ab der zweiten Staffel auch viele echte Dialoge der damaligen Menschen miteinfließen lassen haben. Die Serie hat es wirklich geschafft, mein Interesse für die richtige Geschichte zu wecken und somit habe ich wirklich schon einige Biografien über Anne Boleyn und Henrys 6 Frauen gelesen, die ich allesamt sehr beeindruckend finde.

    Abseits davon habe ich nur noch The Night Manager gesehen, das kann ich dir wirklich empfehlen. Eine richtig tolle Serie, wo man sich echt wünscht, es gäbe mehr als 6 Folgen.

    Zu The Girlfriend Experience habe ich mir letztens auch den Trailer angeschaut und fand das sah sehr interessant aus. Im Moment verfolge ich aber die 2.Staffel von The Musketeer ( das finde ich wirklich sehr unterhaltsam) und die neue Staffel von Scream auf Netflix. Auf Prime muss ich mal schauen, was ich da demnächst anfange, entweder Wayward Pines oder Ripper Street.

    • Marla Stromponsky sagt

      Über Wayward Pines höre ich immer mal wieder am Rande etwas, das werde ich jetzt zum Anlass nehmen, die Serie zu recherchieren.
      Danke für den Tip!

  4. freda sagt

    OMFG, dankedanke, ich lief gerade Gefahr doch mal aufstehen zu müssen!
    Möchte an dieser Stelle allerdings noch kurz darauf hinweisen, dass 1992 leider fehlt.

    greets und ciao

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.