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Der große Endemittezwanzig Serienguide: Herbst 2016

Serienguide

Ein weiteres Jahr, ein weiterer Herbst und das bedeutet: Zeit für Serien auf dem Sofa! Wer noch keine Idee hat, was demnächst über den Bildschirm flimmern soll, bitte nicht verzagen. Wie jedes Jahr hilft der große Endemittezwanzig Serienguide Euch nur zu gerne dabei, demnächst keinen Schritt mehr vor die Tür zu setzen und sich daheim einzumummeln. Denn wir wissen alle: Winter is coming.

Westworld


Apropos „Winter is coming„: HBO ist händeringend auf der Suche nach einem Nachfolger, der an den gigantischen Erfolg von Games of Thrones anknüpfen kann. Und mit Westworld kann dem Sender das Kunststück gelingen. Basierend auf dem Film „Westworld“ (1973) mit Yul Brunner der wiederum auf einem Roman von Blockbuster-Bestellerguru Michael Crichton basiert, dreht sich die Handlung um einen futuristischen Vergnügungspark. Besucher können dort mit Hilfe von Robotern, sogenannten „Hosts“, in den Wilden Westen eintauchen und ihren dunkelsten Trieben nachgeben: Mord, Vergewaltigung – you name it, Westworld got it. Doch haben die Roboter wirklich kein Bewusstsein? Einige Vorkommnisse lassen dran zweifeln …

Für Fans von: Minority Report, Mr. Robot, Deadwood, J.J. Abrahams

Narcos


Den Namen Pablo Escobar hat bestimmt jeder bereits einmal gehört. Die Netflix Serie hat die Geschichte um den kolumbianischen Drogenbaron verfilmt, denn wie sagt man so schön: Das Leben schreibt die besten Geschichten. Geschickt wird Archivmaterial in die Serie eingewoben und macht dadurch die Ungeheulicherkeit der Ereignisse noch präsenter. Ein großer Teil der Dialoge wird auf Spanisch gesprochen und ist deswegen untertitelt, mich persönlich stört das überhaupt nicht. Im Gegenteil: Die Dialoge wirken um einiges lebendiger als in einer leblosen deutschen Synchronisation.

Für Fans von: Donnie Brasco, Blow, The Wire

Stranger Things


Stranger Things ist eine wunderbare Hommage an die spielbergesken Filme der 70er und 80er Jahre und drückt mit ihren popkulturellen Zitaten der 80er Jahre stark auf die Nostalgiedrüse ihres Zielpublikums. Die Science-Fiction-Mysterieserie beginnt mit dem Verschwinden eines Jungen. Seine Freunde sowie seine Mutter begeben sich auf die Suche nach ihm und enthüllen im Zuge dessen streng geheime Regierungsexperimente mit übernatürlichen Kräften. Wenn Ihr nur eine Serie diesen Herbst anschaut, dann sollte es diese sein. Neben einer tollen Geschichte hat Stranger Things nämlich auch noch einen hervorragenden Soundtrack, den man am liebsten auf Repeat abspielen möchte.

Für Fans von: The Goonies, Alien, E.T., Nightmare on Elm Street, Stand by Me

Ascension


Eine vergessene Serienperle ist diese sechsteilige Science-Fiction Serie von 2014. Ein 1963 in den USA gestartetes Raumschiff befindet sich im 50. Jahr seiner hundertjährigen Reise zu einer neuen Heimat für die Menschheit. Während wir uns auf der Erde mit dem iPhone WhatsApp Nachrichten schicken, leben die Menschen an Bord was Technik und Kultur angeht noch in den 60er Jahren. Konflikte sind natürlich vorprogrammiert, besonders nachdem ein Mord an Bord passiert. Während der ersten zwei Folgen wirkt Ascension wie eine gewöhnliche Sci-Fi-Serie – erst nach und nach wird der Twist der Story enthüllt. Bis zur sechsten Folgen hat man Blut geleckt, der Cliffhanger macht neugierig – nur leider gab es nie eine Fortsetzung.

Für Fans von: Battelstar Galactica, The Truman Show, Star Trek

Ku’damm 56


Ein Novum für den Endemittezwanzig Serienguide: Die Empfehlung einer deutschen Serie. Aber Ku’damm 56 kann, besonders was die Ausstattung der Sets und die Kostüme angeht, durchaus mit den britischen und amerikanischen Kollegen mithalten. Die drei jeweils 90-minütigen Episoden spielen kurz nach dem Krieg in Berlin, Schauplatz ist die Tanzschule Schöllack, geführt von Monika Schöllack, Mutter dreier heiratsfähiger Töchter. Neben dem Aufeinanderprallen der Lebenswelten von Vorkriegskonventionen, NS-Vergangenheiten und Rock’n’Roll Lifestyle stehen vor allem die Biografien der Frauen in den 50er Jahren im Vordergrund. Zwar driftet die Serie manchmal ein wenig in Telenovela-Dimensionen ab, es gibt aber genügend Gegenmomente, um das auszugleichen.

Für Fans von: Grease, Mad Men, Masters of Sex

Screenshot: Netflix

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