Plattenspieler
Schreibe einen Kommentar

Anins Songperlen – Genre war gestern Playlist

Hi Freaks,

Es muss am Wetter liegen, daran liegt immer alles: Rap, Pop, Kitsch, Gitarrenzeug, Elektro.
Hier also thematisch absolut unsortiert ein paar Songs, die mir in letzter Zeit öfters aufm Kopfhörer begegnen.

Tuff Love – Carbon


Tuff Love sind ein Duo aus Glasgow und sie machen „very summery music“, so stehts zumindest in einem Text ihres Labels. „Carbon“ trägt mich durch die hoffentlich letzten trüben Wintertage, die hin und wieder schon den Duft des Frühlings mit sich tragen und eröffnet diese Playlist.

Exploded View – No More Parties in the Attic


Exploded View ist das neue Bandprojekt mit Annika Henderson, die seit ihrem Zusammentreffen mit Portishead-Produzent Geoff Barrow im Jahr 2010 unter dem Namen Anika minimalistische Elektro-Post-Punk-Songs mit lakonischem Sprachgesang veröffentlichte. Exploded View rollen weiter auf der Post Punkt Schiene, der Sound kommt aber insgesamt noisiger und, für Anika-Verhältnisse, fast schon aufgeregt daher.

Oxmo Puccino – 365 jours


Französisch, gern gehört, nie verstanden, erfährt einen neuerlichen Lernversuch meinerseits. Mit Sprachlern-App und französischem HipHop gegen den inneren Schweinehund.
Mit französischer Musik hatte ich bisher herzlich wenig am Hut (ein wenig Camille hier, ein wenig unvermeidlichen Serge Gainsbourg dort). Dank Empfehlung bin ich bei Oxmo gelandet, wahrscheinlich ein wenig peinlich. Die 1,3 Millionen Views von “365 Jours” bei YouTube lassen darauf schließen, dass der Mann ein Supermegastar ist. Naja. In ein paar Wochen weiß ich dann, worums in dem Song mit dem schönen mellow-Beat und Sample geht und ich kann “365″ aussprechen.

Vince Staples – Jump off the roof


Ich hab ja keinen Plan von Rap, HipHop und R’n’B. Bis dato war das nie meine Musik, mir fiel (und fällt) es ehrlich gesagt gerade bei Typen wie Vince Staples schwer, mich in den Songs zu verorten, weil sie so persönlich und meiner Realität so komplett fremd sind. Erst jetzt merke ich: Das ist scheißegal. Der Typ erzählt eine Geschichte und er erzählt sie so verdammt gut und so verdammt catchy, dass ich zuhören muss!

Dralms – Crushed Pleats

Dralms sind 300% Dreampop: Auf dem Cover ihres Albums „Shook“ kuckt Sänger und Kopf der Band Christopher Smith verträumt melancholisch aus zerwühlten Bettlaken. Treffender könnte eine Visualisierung der Musik nicht sein. Das Video zu Crushed Pleats ist wirklich sehr sehenswert und der Song eh mein absoluter Hit vom Album, das nun schon den ganzen Winter bei mir rauf und runter läuft…

Klaus Johann Grobe – Wo sind


Ach wie schön, die zwei Schweizer Klaus Johann Grobe sind mit neuer Musik zurück! Der neue Track „Wo sind“ schafft es mit der bekannten Mixtur aus Krautpop und Helge Schneider mir wie gehabt ein Lächeln ins Gesicht zu schneidern.

Drangsal – Allan Align


Manchmal frage ich mich ja, wie so Bandhypes auf einmal zustande gekommen. Derzeit in jeder Playlist: Drangsal. Spex, Musikexpress, etliche Blogs, alle flippen förmlich über die Band um den dünnen blassen Jungen aus.
Mir soll das recht sein, die Single Allan Align finde ich solide gut (wenn auch nicht crazily geil) und wenn das DIE Band 2016 ist, steht eine Wiederauferstehung der goldenen Indie-Jahre vermutlich unmittelbar bevor. Amen.

Whitney – No Woman


Whitney sind im Kern Max Kakacek und Julian Ehrlich, die beide ihr musikalisches Können schon bei den Smith Westerns unter Beweis gestellt haben. Jetzt gibts letztere nicht mehr und das war wohl Grund genug eine neue Band mit Namen Whitney zu gründen. Dort wiederum wird nicht gespart mit schön schnulziger Retro Mukke irgendwo zwischen Country, 70er-Soul und Easy Listening (?!), getragen vom Falsetto-Gesang Ehrlichs.
„No Woman“ im Kopfhörer hören ist wie ein bisschen weinend auf der weichsten Matratze der Welt zu liegen, begraben unter einem Turm aus weißen, luftigen und dennoch kuscheligen Decken. Are you with me?

Weaves – One More


Weaves sind in der Playlist, damit ich aus Whitney’s Betthölle falle.
Klingen wie die Bands, die mal total gefeiert wurden, als ich anfing Musik zu feiern. Erinnert sich jemand an die frühen Yeah Yeah Yeahs? Metric? Love is All? So halt.

Was läuft bei Euch gerade so? Musikmischmasch oder seid Ihr eher die Genremonotheisten?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.