Gewässer, Land
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Marla reist: Trés chic, Cote d’Azur

Der Himmel mag überall blau sein, aber dieses ganz bestimme Azurblau findet man nur an der Cote d’azur. Ein Himmel so tief und so blau, dass man guten Gewissens nichts anderes unternehmen mag, als stundenlang unter dem Himmelszelt zu sitzen und die Seele baumeln zu lassen. In der Vorsaison schmeichelt die volle pralle Sonne noch sanft auf der Haut, das ausgehungerte Winterherz kann gar nicht genug Sonne bekommen. Und da sind da noch die Palmen, die unspektakulär herumstehen und trotzdem macht das Herz jedes Mal einen kleinen Hüpfer.

Essen wie in Gott Frankreich bedeutet eben auch, jeden Morgen bei der liebsten Boulangerie Croissants und Apfeltaschen und Beignets in sich reinzuschlingen, als ob es keinen nächsten Morgen geben wird und darauf mit einer Tasse heißer Schokolade anzustoßen. Mittags ist das kleine Gläschen Rosé obligatorisch, dazu bestellt man „Steak Frites, s’il vous plait“, weil Steak Frites in Frankreich einfach unschlagbar gut ist. Und zum Nachtisch ein cremiger Hauch von Nichts, irgendwas mit Sahne und Schokolade.

Glamour? Monaco! Die Schickeria gondelt mit dem Linienbus hin, kostet ja nur einsfuffzich von Nizza aus. Die Autos, deren Motoren mühsam gezügelt in den schmalen Straßen Monacos röhren, kosten dafür trilliardenfach mehr. Der Himmel ist hier noch ein bisschen blauer, die Palmen noch ein bisschen schöner, das Essen noch ein bisschen noch teurer – und damit das so bleibt, wird jeder Quadratzentimeter akkurat von Kameras überwacht.

Leicht und frei und irgendwie ein bisschen wie eine Mischung aus Kate Moss und Sienna Miller, so fühlt sich Urlaub an der Cote d’Azur an. Nackte Beine, Zehen ins Meer stippen und glücklich kreischen, Eiscreme zum Mittagessen und Champagner zum Abendmahl und französische Wörter vor sich hin murmeln und sich schrecklich „francais“ fühlen. Merci!

 

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