Blogsphäre, Feminismus
Schreibe einen Kommentar

Frauenpower: Who run the world?

girl power teaser

„Who run the world?“, diese Frage bewegt nicht nur Beyoncé, auch Lina fragt sich das in ihrer aktuellen Blogparade und fordert auf, über die Frauen zu schreiben, die uns inspirieren.

Als ich so am Valentinstag auf meinem Sofa saß, Kuchen aß und nachdachte, wer mich denn so richtig inspiriert hat, merkte ich, dass ich nicht über Simone de Beauvoir oder Laurie Penny schreiben möchte. Zweifellos ganz große Namen, die mein Denken und mein Handeln entschieden beeinflusst haben. Nein, stattdessen möchte ich lieber über die Frauen schreiben, die die Welt in dem kleinen Kosmos am Laufen halten, in dem ich lebe.

An erster Stelle natürlich meine Mutter. Meine wunderbare, tolle Mama, die mir schon als kleines Mädchen erzählt hat, dass sie eine Feministin ist und das Feminismus ganz schön cool ist. Die mir zwar nie Make-Up Tips gegeben, aber dafür gesorgt hat, dass ich von Kindesbeinen an mit neuen Einflüssen in Form von Reisen, Büchern, Theater und Musik in Berührung gekommen bin. Ich weiß, dass es für sie als polnisches Aussiedlerin mit ihrem quirligen Temperament und ihrem „Outside the Box“-Denken im konservativ biederen Süddeutschland nicht einfach war – meine Mutter stach einfach immer heraus. Sie kleidet sich anders als die anderen Mütter, sie hat Frisuren, die in unserem Dorf schon als Avantgarde durchgehen, sie ist furchtbar schlau und vor allem sie sagt immer ihre Meinung. Als Kind war mir das peinlich, weil ich um keinen Preis auffallen und die Aufmerksamkeit der anderen auf mich ziehen wollte. Inzwischen ertappe ich mich dabei, dass ich das selbst mache und meiner Mutter sehr dankbar bin, dass mir beigebracht hat, stark zu sein, für mich einzutreten und vor allem meine Klappe nicht zu halten, wenn mir etwas nicht passt.

girl power

Who else run the world? Na, alle meine großartigen Freundinnen, ist doch klar! Zum Beispiel meine Freundin Juli, mit der ich zusammen das Projekt Code Girls ins Leben gerufen habe. Oder meine Freundin Johanna aka Superwoman, die ein Kind bekommen hat, Haushalt und die Erziehung schmeißt, nebenbei studiert, arbeitet und noch Zeit findet, Yoga zu unterrichten. Sitzen wir abends zusammen, dann drehen sich unsere Gespräche um weibliche Rollenvorbilder,  um Feminismus, die Scheinheiligkeit, mit der unsere Gesellschaft die weibliche Menstruation tabuisiert oder das es vollkommen ok ist, sich für hübsche Klamotten zu interessieren und etwas in der Birne zu haben. Und am Ende des Abends habe ich tolle Ideen, die ich umsetzen will, die Probleme da draußen erscheinen etwas kleiner und die Welt schlagartig freundlicher.

Ich bin froh, dass es weibliche Vorbilder gibt, die mutig an die Öffentlichkeit gehen, ihr Ding durchziehen und den Weg für den Rest von uns ebnen. Aber genau so froh bin, dass ich Freundinnen habe, die mich unterstützen, mich durch ihr Engagement und ihre Ideen inspirieren und die zu echten Vorbildern geworden sind. We run the world!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.