Endemittekocht, Geniessen
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Endemittekocht: Martin von Dunkel.Dreckig.Reudnitz

Endemittekocht

Gegessen wird immer, aber wie? Und wie sah Essen eigentlich aus, bevor wir es 30 Minuten sorgfältig für Instagram inszenierten und dann im Anschluss kalt aßen? In der Kolumne Endemittekocht dokumentieren EMZ-Leser, was bei ihnen Abends auf den Tisch kommt, und schreiben auf, warum. Heute: Blogger Martin von Dunkel.Dreckig.Reudnitz

Montag

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Wir waren am Wochenende zum Essen eingeladen. Deshalb kam mein ganzer Kochplan durcheinander.  Die Spanferkelsteaks waren aber schon gekauft. Also hab ich schnell noch Wraps und eine TK-Mischung Mexiko gekauft und ab dafür.  Ein gutes Beispiel dafür, wie oft ich zu Convenience-Produkten greife. Ich war nach der Arbeit noch bei einem Seminar. Deshalb hat meine Freundin alles vorbereitet und ich musste mir das Ganze nur nochmal warm machen.

Dienstag

 

Bei diesem Seminar gab es wenigstens belegte Brötchen. Dafür war der Inhalt nicht so prall. Da scheint leider ein Zusammenhang zu bestehen. Danach habe ich noch mit Reis und Feta gefüllte Paprikaschoten gegessen. Aber eigentlich nur, weil meine Freundin sie zubereitet hat, nicht weil ich noch Hunger hatte. Hab ich schon erwähnt, dass ich eigentlich immer koche? Ausgerechnet wenn ich für Marla mein Essen dokumentiere, bin ich den ganzen Tag nicht zu Hause.

Mittwoch

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Das darf natürlich nicht fehlen: Grilled Cheese Sandwich. Wie kann etwas, das nur aus Toast, Butter und Käse besteht, zu so einem göttlichen Genuss werden? Ich war schon wieder erst halb neun zu Hause und habe einen Fertigsalat von Aldi dazu gegessen. Als ich aber einen Bissen vom Grilled Cheese gegessen hatte wusste ich sofort: besser geht es nicht. Es war in diesem Moment einfach nur genau das Richtige.

Donnerstag

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Der letzte Tag des Seminars. Auf dem Heimweg bei Globus Döner reinschauen und Dürüm besorgen. Hähnchen für mich und Kalb für die bessere Hälfte.

Freitag

Ughhh! Schon wieder muss ich meine Essenspläne ändern. Freunde haben zum Grillen im Lene-Voigt-Park eingeladen. Dann findet der Spaghettifreitag eben am Samstag statt. Die Bratwürste im Dönerstyle waren ok, aber nochmal kaufen würde ich die nicht. Dann doch lieber Steaks und Grillkäse.

Samstag

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Endlich Spaghetti. Bei Lidl waren Kalamari im Angebot. Immer wenn mir jemand erzählt „Das ist soooo lecker, kann man aber nur frisch in *hier sonniges Urlaubsland am Meer einfügen* essen“, kann ich nur mit den Augen rollen. Ich fahr dieses Jahr nur an die Ostsee. Im Oktober. Ich verzichte doch nicht jahrelang auf Meeresfrüchte, nur weil sie tiefgekühlt nicht super lecker, sondern nur ziemlich lecker sind. Naja, ich hab die Kalamari nur mit Butter, Knoblauch, Petersilie und Parmesan angemacht. Schmeckt gut und ist sehr einfach.

Sonntag

Wir waren bei meinen Eltern zum Abendessen eingeladen. Als Vorspeise gab es Tiroler Schlutzkrapferl mit Tomaten und Speck. Die waren eigentlich ein Mitbringsel von meinen Eltern. Ich hatte sie aber wieder mitgebracht, damit sie nicht schlecht werden, weil wir die Woche darauf nicht zu Hause waren.  Als ich hier mein Handy rausholte, um das Essen zu fotografieren, kassierte ich von meinem Vater einen Blick der eine Mischung aus totalem Unverständnis und enterben beinhaltete. Meine Erklärung „Naja, ich soll das dokumentieren und darüber schreiben, weil …“ machte es nicht besser.
Dann gab es gegrillte Schweinekoteletts mit Pfifferlingen und Kartoffeln. Ich hatte die Woche davor noch überlegt, ob ich auch einen Korb mit Pfifferlingen kaufe. Nachdem ich gesehen habe, dass meine Mutter die eine halbe Ewigkeit putzen musste, war ich verdammt froh es nicht gemacht zu haben.

Fragebogen

Welchen Stellenwert hat Essen in deinem Leben? 
Einen hohen.  Ein leckeres Essen sorgt bei mir für richtig gute Laune.

Was ist dir beim Essen und Einkaufen besonders wichtig? 
Das es schmeckt und es nicht jeden Tag dasselbe gibt.  Alles andere ist mir tatsächlich vollkommen egal.

Erinnerst du dich, wann du zum ersten Mal für dich selbst gekocht hast und wer dir das Kochen beigebracht hat? 
Meine Mutter ist gelernte Köchin. Als jemand, der schon immer gerne gegessen hat, wollte ich natürlich auch wissen wie man das selber macht. Wann ich zum ersten mal selber gekocht habe, fällt mir aber beim besten Willen nicht ein.
Was war dein Lieblingsessen als Kind? 
Broiler. Aber irgendwann hatte ich mich daran überfressen.  Da war es dann nicht mehr so geil.
Was magst du gar nicht? 
Rosenkohl (Team NOsenkohl!) und Ananas
Mittags warm und abends kalt oder andersrum? 
Abends warm und mittags die Reste aus der Mikrowelle.
Wo isst du am liebsten, am Tisch oder auf dem Sofa? 
Schwer zu sagen. Die aufwendigeren Gerichte werden alle am Tisch gegessen. Wenn Besuch da ist sowieso. Deshalb entscheide ich mich für am Tisch.
Was trinkst du zum Essen? Meistens Wasser. Ansonsten Bier und Wein.
Wie oft gehst du auswärts essen und hast du ein Lieblingsrestaurant? 
Relativ oft. Ich finde die Bella Strega in Stötteritz sehr gut. Die haben eine wunderbare Tageskarte und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut.
Was isst du, wenn es schnell gehen muss? 
Tiefkühlpizza – schnell, lecker und ungesund.
Was war das aufwändigste Gericht deines Lebens? 
Da fällt mir gerade nur der Entenbraten ein.  Aber wahrscheinlich habe ich alles andere verdrängt. Ansonsten treibt mich da Timing bei einer Sauce Hollandaise immer wieder zur Weißglut.
Hast du ein Standard-Gericht, wenn Eltern oder Freunde zu Besuch kommen? 
Am liebsten kommt der Besuch zum Spaghetti-Freitag. Ansonsten mache ich gerne eine Caponata, wenn ich mal was anderes servieren möchte.
Wer soll diesen Fragenbogen als nächstes ausfüllen?
Ich bin in meinem Kopf die ganzen üblichen Lifestyle-Blogger durchgegangen. Ich wüsste gerne was Anne in Wirklichkeit isst. Sonst fotografiert sie in Cafés immer das Essen anderer Leute (glaub ich zumindest). Aber was gibt es zu Hause? Curry King mit Graubrot? Hühnerbrühe? Cornflakes?

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